Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Ein Schulausflug in die Steinzeit

Seit den Osterferien befassten wir uns mit den Anfängen der Menschheit. Dabei nahmen wir besonders das Leben der Steinzeitmenschen unter die Lupe. Wann fing die Steinzeit an? Wie und wo lebten die Menschen? Welche Werkzeuge benutzen sie? Wie wohnten sie? Was aßen sie? Welche Tiere gab es? Und wie änderte sich das alles im Laufe der Zeit?....und warum?

 

Aktiv und neugierig setzten sich die Kinder mit den Fragen auseinander.

 

Kein Wunder, dass alle den geplanten Ausflug zu den Pfahlbauten in Unteruhldingen kaum abwarten konnten.

 

Am 24. Mai war es endlich soweit. Gespannt betraten die Kinder das „ARCHAEORAMA“.

Dort erlebten sie, während eines virtuellen Unterwas-serbesuches wie Taucher den Grund des Bodensees erforschten und 6000 Jahre alte Fundstücke entdeck-ten. Fasziniert lauschten sie den Gesprächen und Klängen. Aus dem See tauchte vor ihnen die Vision eines Pfahlbaudorfes auf, das sich nach dem Öffnen des Archaeoramas unter erstaunten „Aahs und Oohs!“   bei schönstem Sonnenschein in der heutigen Zeit präsentierte.

 

 

 

So eingestimmt wurden die Kinder von ihren Museumsbegleiterinnen zu einer Führung abgeholt. Die Kinder der Klasse A wurden von Katja Thode begleitet.

 

Die erste Station dieser Gruppe war das „Hornstaad-Haus“. Einige Kinder erkannten es als  den Pfostenbau mit Lehmflechtwänden und Grasdach wieder, der  in der „Sendung mit der Maus“ errichtet wurde. Das Nachbarhaus ist ein Pfostenbau mit Bretterwänden und Schindeldach. Von Katja Thode angeleitet, stellten die Kinder ihre Überlegungen zur Bauweise und zum Standort an.

Nach einem kurzen Fußweg über einen der Stege erreichte die Gruppe den Platz vor einigen Pfahlbauten, die von einem Palisadenzaun im Wasser umgeben war. Katja Thode ermunterte die Kinder zur Ideensammlung, warum diese Häuser wohl von diesen Pfählen umgeben seien. Von privater Angelteichanlage über den Schutz vor wilden Tieren bis zu den Wellenbrechern – den jungen Steinzeitforschern mangelte es nicht an Einfällen.

Genauso munter wurde die Museumsführerin mit Fragen bombardiert, sobald die Gruppe eines der Häuser betrat.

 

Haben die wirklich so geschlafen?

 

Wozu gebraucht man dies?

 

Was war eigentlich das?

 

Katja Thode reichte originalgetreu nachgebildete Alltagsgegenstände an die Kinder weiter. Man überlegte, warum die Sichel wohl genauso geformt war? Man spürte, wie schwer sich ein Steinbeil anfühlte. Man prüfte die Schärfe eines Knochenmeißels. Man schnupperte an echtem Birken-pech. Man stellte Überlegungen zum Zweck sonderbarer Gerät-schaften an: Brotschieber? Ruder? Fliegenklatsche? Teppichklopfer?

 

Katja Thode erklärte den Kindern, dass die Profis auch nicht anders an solche Fragen rangingen und den Gebrauch einfach selbst ausprobieren würden.

Somit war  der Begriff „Experimentelle Archäologie“ also auch geklärt.

 

Nach einer kurzen Vesperpause durften die Kinder selbst steinzeitliche Gegenstände mit steinzeitlichen Werkzeugen herstellen.

 

Während die Mehrzahl zusammen mit einem weiteren Museumsführer ein Steinzeit-messer mit ECHTEM! Feuerstein schliff, bohrte und klebte,  bearbeiteten andere kleine Steine und Kerne, um daraus Schmuck zu basteln.

 

Eine andere Gruppe glättete Holzkämme auf dem Schleifstein, bevor diese mit einer Feuersteinklinge verziert wurden. Und wieder andere probierten die Techniken bei der Herstellung eines Schwirrholzes aus.

Eines hatten alle Werkstücke gemeinsam: Es musste mit einem Feuersteinbohrer gebohrt werden. Man bohrte, bohrte, bohrte…..

und tatsächlich schafften es schließlich alle, dass man durch ein Loch in ihrem Holzstück oder in der Perle gucken konnte!

 

Stolz wurden manche Gegenstände gleich ausprobiert.

 

Trotz der Mahnung des Museumsführers, das Klebeharz, welches die Feuersteinklinge mit dem Holzgriff verband einen Tag austrocknen zu lassen, zückte so mancher sein Steinzeitmesser und testete die Klinge….

Es war eine schöne Reise in die Steinzeit, auch dank der kompetenten „Reiseleitung“. Die Kinder durften Dinge, die sie bisher nur auf Bildern gesehen hatten, hautnah erleben und erhielten einen Einblick in den mühsamen Alltag unserer Vorfahren.

 

Einige Schüler waren so von dem Thema angetan, dass sie unbedingt kleine Vorträge dazu ausarbeiten wollten. Sie können hier runtergeladen und angeschaut werden - viel Spaß!

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