Einmal Mittelalter und zurück....

Ein Morgen auf der Baustelle der karolingischen Klosterstadt

Campus Galli

Unser Bus holte uns an der Schule ab und fuhr uns nach Rohrdorf. Von dort unternahmen wir bei schönstem Sonnenschein einen kleinen Morgenspaziergang über die Felder zum Freilichtmuseum. Nach einer ersten kleinen Stärkung meldeten wir uns an der Eingangspforte. Dort holten uns unsere beiden Museumsführerinnen ab. Jeder Familienklasse wurden eine andere Route und andere Aktivitäten geboten.

 

Die Kinder der Klasse A folgten ihrer Begleiterin Sonja Fecht auf das Feld. Unterwegs wies sie die Kinder auf die kleinen "Bohnensteine",   eisenhaltige Ton-oder Kalksteine, bei deren Erhitzung   Eisen gewonnen werden kann, hin.

Außerdem erklärte Sonja Fecht den Schülern, dass das so wichtige Wasser in solchen Auffangbecken, wie man sie am Weg sah, gespeichert werden muss.

Die Notwendigkeit des Wassers wurde den Kindern sehr bewusst, als sie zu dem trockenen Feld gelangten. Im Mittelalter mussten die Kinder schon früh bei der Feldarbeit helfen. Unsere Schüler gewannen einen Einblick in den Alltag, als sie mit den bereit gestellten einfachen Harken versuchten, den Boden zu lockern.

Die Kinder der Parallelklasse durften Gras einsammeln und auf dem Wagen zum Futterplatz transportieren.

 

Nach einem kurzen Abstecher zur Feldhütte, wo Mädchen Linsen sortierten, statteten unsere Kinder verschiedenen Handwerkern einen   Besuch ab.

Sie sahen Schindelmacher, Schreiner, Seiler, Drechsler, Färber oder Spinner und erfuhren viel Wissenswertes über die Arbeit im Mittelalter.

Wo es sich anbot, wurden sie eingeladen, die Arbeiten selbst auszuprobieren.

 

 

Sie durften Steine für die Friedhofsmauer transportieren, mit dem Reppeleisen die Rinde von Baumstämmen entfernen, Steinplatten bearbeiten, spinnen, Seile drehen und, und, und...

 

...und ganz nebenbei erfuhren die Kinder von ihren Begleiterinnen allerelei Wis- senswertes aus dem Mittelalter:

 

- Warum der Plan der Kloster- stadt    Campus Galli erhalten blieb...

- Wie die Schlafstätte des Heiligen Gallus aussah...

- Wie man Wachstafeln herstellte...

- Wie ein mitelalterlicher Zollstockaussah...

- Wie der Ausdruck "Blau machen" entstand...

- Wie man das Regenwasser gesammelt hat...

- Wie eine Bogen-Drechselbank funtionierte...

- Wozu die Tabula gebraucht wurde...

UND-UND-UND-......!!

 

Schließlich ertönte laut das hölzerne Hämmern der Tabula, die um Punkt 13.00 Uhr geschlagen wurde.

Die Kinder zählten gespannt mit: 40 Mal hörte man den Klang des Holzbalkens    -

Mittagspause für die Arbeiter der Mitelalterbaustelle!

Auch für uns war es Zeit zu gehen.

Voller Eindrücke und Erlebnisse wanderten die Kinder zum Ausgang.

 

Toll war's! Mal schauen, wie weit der Bau beim nächsten Besuch fortgeschritten sein wird!

Montessori-Grundschule

Linzgau

 

Oberdorfstraße 9

 

88630 Pfullendorf

 

Tel.: 07552 8166

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